2014 – bundesweites Abitur?!

Liebe Blogleser,

vor wenigen Tagen ging diese Meldung durch die Presse:

Niedersachsen fordert bundeseinheitliches Zentralabitur bis 2014

Anbei ein Link zum Göttinger Tageblatt: http://www.goettinger-tageblatt.de/content/view/full/800339

Die Idee nach den zentralen Abiturprüfungen eine einheitliche Abiturprüfung im kompletten Bundesgebiet einzuführen ist eigentlich eine gute. Endlich Schluß mit dem Streit, welches der 16 Bundesländer das „richtige“ oder das „beste“ Abitur hat. Ich selbst habe mein Abi in Baden-Württemberg abgelegt, in Bayern studiert und in Niedersachsen promoviert…..Ich werde nie vergessen, wie ich mich an der Universität Regensburg in dem Zimmer „außerbayrisches Abitur“ einschreiben musst und mir die Frage gefallen lassen musste, ob ein so elitärer Studiengang wie Biochemie für ein Abi aus Baden-Württemberg überhaupt drin wäre! Meine persönlichen Vorurteile mal ganz unberücksichtig: Welches das beste System war oder ist? Ich möchte es nicht beurteilen.

2014 – ist das zu schaffen?

Aber wären die Bundesländer bis 2014 bereit zu einem einheitlichen Zentralabitur??

Durch die Kursvorbereitung für verschiedene Bundesländer weiss ich ziemlich genau welches Bundesland auf was großen Wert legt (auf jeden Fall im Fach Biologie – obwohl die Zellen ja überall gleich funktionieren:-)). Da gibt es bisher noch große Unterschiede, sowohl was als abiturrelevant vorausgesetzt wird, als auch wie die Abituraufgaben formuliert werden……

Differenzen in Stoffmenge und Aufgabenstellung

So gibt es Bundesländer wie z.B. Hessen, deren Schüler mehr oder weniger den Lehrplan der letzten beiden Schuljahre parat haben müssen. Andere Bundesländer (z.B. Niedersachsen) wählen drei Themenschwerpunkte aus, die für das Abitur relevant sind. Diese unterschiedlichen Prüfungsstrategien zeigen deutliche Differenzen in der Stoffmenge, die beherrscht werden muss (Hessen 6 Themenfelder; Niedersachsen 3).

Nun könnte man daraus folgern, dass das hessische Abitur daher wesentlich schwieriger sei als das niedersächsische. Das liegt aber nicht unbedingt am zu reproduzierenden Fachwissen, sondern mehr in der Aufgabenstellung begründet. So können in Hessen im Schnitt mehr Punkte mit Reproduktion gemacht werden, in Niedersachsen wird hingegen sehr viel Kombination und Transfer eingefordert.

So ist es notwendig an das jeweilige Bundesland angepasste Hilfestellung zur Abiturvorbereitung zu bieten. Für uns von abiturlernen.de heisst es momentan: 5 Bundesländer, 5 exakt auf die Belange und Anforderungen zugeschnittene Intensivkurse und Lernskripte. …und immer noch mag ich keine Vermutung abgeben was denn das „beste“ Abitur ist, das aus Bayern, NRW, Niedersachsen, Berlin/Brandenburg oder Hessen.

Auf welchen Typ Abitur werden sich die 16 Bundesländer einigen? Was macht Bayern wenn es nun kein bayrisches Abitur mehr geben sollte (….okay die Bayern haben auch schon das Grundgesetz nicht unterschrieben, wer sagt dass die beim gemeinsamen Abi teilnehmen)?

Ich befürchte die Diskussionen werden über 2014 andauern……

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